Der Verein
Freitag, den 28. Oktober 2011 um 15:40 Uhr



Ein kurzer Abriss der Geschichte des RSV Visquard e.V. von 1926
Einige Visquarder Einwohner brachten aus der englischen Kriegsgefangenschaft des 1. Weltkrieges die nach 1920 in die Heimat zurückkehrten den Ballsport mit. Hier werden die Namen Harm Eeten, Albert Eeten und Eddo Wiltfang erwähnt.
Im Mai 1926 entschlossen sich unter anderem Hinrich Janssen, Renke Saathoff, Bernhard Eeten, Jakob Mennenga, Daniel Rohdmann und Georg Sparenborg in dem kleinen Ort Visquard einen Fußballverein zu gründen. Der SV Visquard wurde aus der Taufe gehoben – jedoch später in RSV Visquard unbenannt.
Unter welchen Bedingungen früher die Freundschaftsspiele ausgetragen wurden, kann man sich Heute kaum vorstellen. Sonntags traf man sich auf der Warf – es wurde dann eine geeignete Wiese ausgeschaut. 4 Pfähle wurden geschultert und auf die Wiese eingegraben als obere Begrenzung diente ein Seil. Das Spielfeld musste von den Hinterlassenschaften der Kühe befreit werden. Der Spielball war aus echtem Leder in Handarbeit mit Lederriemen verschnürt. In kleinen Grüppchen wurde dann Fußball gespielt. Dass bei den Begegnungen auch ab und zu einer der Spieler mit einem nicht abgeschalteten Weidezaun in "Berührung" kam, tat der Begeisterung keinen Abbruch, ein kurzer Schock und es ging weiter. Nach Spielschluss wusch man sich an Ort und Stelle am Graben. Einen Vorstand wie heute kannte man nicht, jeder übernahm einen Teil der anfallenden Arbeiten.
Während des 2. Weltkrieges ruhte der Spielbetrieb. Gleich nach dem Weltkrieg rollte der Ball wieder in Visquard, der Spielbetrieb wurde mit einer Herrenmannschaft aufgenommen. Später nahmen so genannte Schüler- bzw. Jugendmannschaften am Spielbetrieb teil.
Harm Eeten wurde 1949 zum Vorsitzenden gewählt und nahm mit seinen Weggefährten die Herausforderung in dieser schwierigen Zeit verbunden mit vielen Hindernissen an.
In den Jahren 1949/50 wurde der erste Sportplatz erstellt - als Umkleidekabine diente eine Holzbaracke. 1964/65 wurde dann ein Sportheim mit Dusche, WC sowie zwei Umkleidekabinen errichtet. Mitte der 70er Jahre verfügte der RSV über Jugendmannschaften von der E-Jugend bis hin zur A-Jugend. Ab 1976 wurde erstmals Frauenfußball beim RSV angeboten. Renhard Saathoff setzte sich als Jugendleiter vorbildlichen für den RSV-Nachwuchs ein. Unter der Regie von Saathoff stieg die A-Jugendmannschaft 1978/79 in die Verbandsjugendliga auf. Im Jahr 1982 wurde der 2. Sportplatz eingeweiht. Mitte der 80er Jahre wurden eine Völkerballmannschaft sowie eine Tennisabteilung gegründet. Im Jahr 1991 wurde das Sportheim mit einem großen Clubraum erweitert. Die 1. Herrenmannschaft stieg in der Saison 1993/94 in die Bezirksliga auf. Im Jahr 1996 wurde eine Stehplatztribüne für ca. 150 Zuschauer gebaut. Zum 75-jährigen Jubiläum des Sportvereins im Jahr 2001 findet unter anderem mit der Eeten-Elf gegen den Oberligisten Kickers Emden ein Fußball-Benefizspiel für die Kinderkrebshilfe in Ostfriesland statt. Ein weiterer Höhepunkt war der Kurzlehrgang der NFV-Damenauswahl auf der Sportanlage des RSV´s mit einem Freundschaftsspiel gegen eine Ostfrieslandauswahl. Die Jugendabteilung wurde im August 2001 für vorbildliche Jugendarbeit mit dem Sepp-Herberger-Preis des Deutschen-Fußball-Bundes ausgezeichnet. Eine Kinderturngruppe sowie eine Damengymnastikgruppe wurden im Jahr 2002 gegründet. Am 17. Dezember 2003 gehörtem dem RSV Visquard 400 Vereinsmitglieder an. Eine Heizanlage mit solarer Wassererwärmung wurde Anfang Januar 2008 installiert. Der Hauptplatz wurde Anfang Juli 2008 neu drainiert.
Am 12. Juni 2009 wurde dem RSV Visquard die höchste sportliche Auszeichnung, die auf der Ebene der Landesregierung Niedersachsen und des Landessportbundes möglich ist, verliehen. Innenminister Uwe Schünemann und der LSB-Präsident Prof. Dr.Wolf-Rüdiger Umbach, überreichten die niedersächsische Sportmedaille.
Im Jahr 2011 wurden die sanitären Anlagen des Sportheimes komplett erneuert.
Mag sich auch vieles im neuen Jahrtausend verändert haben, so ist eines geblieben: Gemeinschaft zu erleben und zu leben, das ist neben dem sportlichen Aspekt die Kernaufgabe des Sportvereins.
An dieser Stelle ein Dank an die unzähligen Vereinsmitgliedern die sich in all den Jahren durch ihr unermüdliches und ehrenamtliches Wirken für den RSV Visquard eingesetzt haben